Twittern ohne bit.ly? Geht (oft) auch.

Vor einigen Monaten las ich dank einer Twittermeldung folgenden Artikel: http://is.gd/i8rob – darin geht es zuallererst um so genannte URL-Shortener, also Webadressen-Verkürzungsdienste. Dadurch wurde mir bewusst, dass die vom URL-Shortener bit.ly verwendete Endung für Libyen steht. Was bedeuten kann, dass auch dieser Dienst genau wie es vb.ly bereits geschah, jederzeit abgeschaltet werden kann, wenn die zuständige Behörde findet:

Inhalte, auf die … mittels …(der)…  gekürzten Links verwiesen wurde, verstießen gegen die Scharia.

Soll/Kann nun trotz dieses Wissens kein eigener “selbst gebackener” 😉 URL-Shortener verwendet werden, geht es oft dennoch leicht ohne bit.ly. Denn andere URL-Shortener verwenden andere Länder-Kennungen. Die Endung .gd steht z.B. für Grenada, laut Wikipedia zu 99% christlich.

Wer Tweetdeck verwendet, muss hierzu lediglich einen Klick auf den Schraubenschlüssel oben rechts (kontextsensitive Hilfe zeigt dann “Settings” an) vollziehen und anschließend bei “Services” einen anderen Linkkürzungsdienst wählen: Anschließend noch auf “Save Settings” klicken und fertig.

Ja – das gilt nicht für alle Linkverkürzungen. Wer z.B. – wie viele Andere außer mir 😉 auch – den Dienst paper.li nutzt, um entweder wöchentlich oder auch bis zu 2x täglich individualisierte Online-Zeitungen zu erstellen, darf entscheiden, ob sie/er die jeweiligen Neuerscheinungen auch via Twitter automatisch bekannt geben möchte. Dann kommt jedoch zwangsweise wieder bit.ly zum Einsatz. Auch beim Nachfolger von Twitterfox – dem Add On Echofon, kommt dieser Dienst zum Einsatz – jedoch nur dann, wenn der Link dazu führt, dass der Tweet mehr als 140 Zeichen hätte. Hier nutze ich in der Regel den “Umweg”, einfach direkt den Linkkürzungsdienst is.gd aufzurufen. Dort lasse ich den Link kürzen und füge das Ergebnis statt des (zu) langen Links in Echofon ein.

Ja, das bedeutet, dass ich in der Regel Tweets, die ich interessant zum Re-Tweeten finde, etwas “nach-bearbeite” – neben der Entfernung der Umlaute (was hoffentlich nur noch kurze Zeit erforderlich ist) verändere ich fast immer den Link durch Nutzung des o.g. anderen Linkkürzungsdienstes. Und so trage ich meinen Teil dazu bei, dass ein in einem christlichen Land angesiedelter Linkkürzungsdienst häufiger (von mir) verwendet wird als einer, der in einem islamistischen Staat beheimatet ist.

Weitere Infos u.a. auf diesem Blog hier: Kurzlinks selbst gemacht sowie hier: Twitter und der Linkkürzungsdienst http://iobic.de.

Ach ja – neulich vertwitterte ich in diesem Zusammenhang folgendes: Wikipedia bietet eine schoene Liste laenderspezifischer Top-Level-Domains: http://is.gd/5tevjd (Endung bei Netzadressen).

Wie sind Ihre Erfahrungen – nutzen Sie Linkkürzungsdienste? Welche? Über einen Kommentar würde ich mich freuen.