Googles verSUCHENdes Transparenzangebot

Ziel von Google sei es, die Kontrolle darüber, was, wann und wie lange gespeichert wird, so weit wie möglich an die Nutzer abzugeben, wie Fleischer am Montagabend vor Journalisten in Berlin sagte. Eine Möglichkeit dazu ist das kürzlich eingeführte Dashboard, das für alle Google-Dienste, bei denen man sich wie zum Beispiel bei Googlemail mit Name und Kennwort anmelden muss, Auskunft über die gespeicherten Daten und Profile gibt.

Aber auch über die werberelevanten Informationen kann man sich informieren, und zwar über die Ad-Preferences. Ein Beispiel: Wird die Seite mit den Werbevorlieben von einem Computer der Tagesspiegel-Medienredaktion aufgerufen, könnten sich folgende Kategorien ergeben: Der Redakteur interessiert sich unter anderem für „Computer und Elektronik – Software – Internet-Clients und -Browser“, er ruft häufiger Seiten zu „Gesellschaft – Rechtswesen – Strafrecht“ auf und hat zudem noch Interesse an „Unterhaltung – TV – Fernsehprogrammen“. Anders als beim Dashboard sind diese Informationen jedoch nicht an die Person geknüpft, sondern über eine kleine Datei – einem so genannten Cookie – mit dem jeweiligen Computer beziehungsweise Internetbrowser.

Dashboard und Preferences sind mehr als eine Selbstauskunft. Der Internetsurfer beziehungsweise Computernutzer kann sein Profil auch bearbeiten, indem er im Dashboard den Kalender oder die Mailkonten verwaltet. Oder in den Werbevorlieben Kategorien entfernt oder hinzufügt. Werbung wird er dann zwar auch weiterhin sehen, aber immerhin welche, die dann hoffentlich passt.

www.google.com/dashboard (eigenes Profil bei google muss vorhanden sein)

www.google.com/ads/preferences (funktioniert nur, wenn Cookies nicht nach jeder Browsersitzung wieder gelöscht werden/wurden).

Quelle: Wissen, was Google weiß. (Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 02.12.2009)

Dazu:  Zeit-Interview mit Peter Fleischer aus dem April 2008