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Last but not least zum Thema Israel-Palästina: Gastbeitrag von Monika

BethanienUnd dann sind wir auch in Bethanien, wo, so wird erzählt, Maria, Martha und Lazarus lebten. An der Stelle, an der nach der Überlieferung ihr gastfreundliches Haus gestanden hat, ist nun eine Kirche mit vier Wandgemälden, Szenen von dem, was uns von Martha überliefert ist. Unsere Namenspatronin bekommt für mich noch mehr Würde und Schönheit, durch diese Gemälde und durch eine Bibelarbeit an dieser Stelle mit Cornelia. Martha kommt als Haushälterin zur Sprache – und wie wichtig ist kluge Haushälterinnenschaft in Zeiten von Armut und Hunger! Und sie debattiert kundig und emanzipiert mit Jesus, rechtet mit Gott, sie ist eine rebellische Theologin. Als eine, der ein Christusbekenntnis in den Mund gelegt wird, ist sie in die Reihe der Apostelinnen zu stellen. Gerne füge ich dann noch die Geschichte von Martha, der Drachenbändigerin hinzu. Martha, die das Verdrängte und Bedrohliche integriert und sich seine Kräfte dienstbar macht. An diesem Ort ist übrigens ein ganz besonders schöner Garten mit duftenden Rosen.

Es ist eine glückliche Planung, dass wir unsere Reise in Neve Shalom, Wahat al Salam, Oase des Friedens beenden. Last but not least zum Thema Israel-Palästina: Gastbeitrag von Monika weiterlesen

Gastbeitrag: Gestaltung von Online Drucksachen

Clipart: Programmsymbol WordHochwertige Drucksachen wie Grußkarten, Flyer oder Etiketten werden oft aufwendig und mit einer teuren Layout-Software hergestellt. Das muss aber nicht sein. Einfacher geht es mit dem Standard-Textverarbeitungsprogramm Microsoft Word. Es bietet viele Grafik- und Layout Werkzeuge, mit denen sich ebenso optisch ansprechende Drucksachen gestalten lassen. Hier sind keine umständlichen Formatierungen oder Konvertierungen notwendig, die Werkzeuge sind schnell und einfach zu bedienen. Die Beschreibungen beziehen sich vorrangig auf Word 2010 und 2007.

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Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil IV

Das vorgesehene Thema an diesem Abend war: Von liberal bis ultraorthodox: Frauen im Judentum. Judith sollte uns die Kontakte vermitteln. Am Abend stellen wir fest, dass Judith nur eine Frau mitgebracht hat, eine Freundin, 89 Jahre alt. Sowohl Judith als auch die Freundin bezeichnen sich als nicht religiös.

Unsere anfängliche Verstimmung wandelt sich schnell, als wir Deborah kennen lernen und aus ihrem reichen und bewegten Leben hören: In Wien geboren, 1938, als Österreich an Deutschland angeschlossen wird, Teil der zionistischen Jugendbewegung. Sie wandert 1940 aus und wird eine Kibbuz Pionierin und später die Mutter des deutsch-israelischen Jugendaustausches. Sie ist eine Zeitzeugin der Geschichte Israels in all ihren Epochen. Heute lebt sie in einer Art Kibbuz für Alte. Alle, die können, haben Aufgaben. Levi, 75 Jahre alt, ist der Direktor. Zum Schluss sagt sie:

„Deutsch ist die Sprache, in der ich zuhause bin, die Musik ist meine, die Landschaft ist meine.“

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Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil III

Am dritten Tag unserer Reise feierte Israel den 65. Jahrestag der Staatsgründung, für Viele ein großer Festtag. Am Vorabend dieses Festtages wurde an die erinnert, die in den Kriegen seit der Staatsgründung ihr Leben verloren haben. Um 20 Uhr erklang eine Sirene. Alle sollen, wo auch immer sie sind, innehalten und gedenken. Wir waren an diesem Abend in einem Hotel in Ostjerusalem. In Ostjerusalem leben überwiegend arabische Israelis. Die Sirene erklang, niemand hielt an und inne. Und auch am Festtag der Staatsgründung war in Ostjerusalem kein Feiern zu vermerken.

Judith: „Die Juden feiern, die Araber schweigen. Das macht mich traurig.“

Einige weitere Eindrücke und Bilder und Sätze, die weiter wirken:

  • In der Bir Zait Universität in Ramallah stellt uns die Rektorin die Gender Studies als „Königin der Disziplinen“ vor. An dieser Universität studieren ca. 60 Prozent Frauen. Es ist eine große Lernfreude bei den jungen Palästinenser_innen feststellbar. Wir genießen die Sonne, eine angeregte Atmosphäre, viele junge schöne Menschen, die lesend in der Sonne oder im Schatten sitzen, alleine, zu zweit, zu dritt. Dass kaum jemand von den gut ausgebildeten Menschen in Palästina eine auskömmliche Erwerbsarbeit finden wird, und dass immer wieder Studierende abgeholt und inhaftiert werden, dies scheint jetzt in weiter Ferne.

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Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil II

Gleich zu Beginn bekamen wir ein Gespür für palästinensische Lebenswirklichkeit. Wir haben die erste Nacht in Ramallah übernachtet und hatten am ersten Abend ein Gespräch mit Dr. Rema Hammami vom „Institute of Women´s Studies“ der Birzeit Universität zum Thema „Gender and Development“. Sie begrüßte uns mit:

“Welcome to occupied Palestine.”

Und inmitten eines engagierten und beeindruckenden Vortrags eine der Herausforderungen bezüglich des Rollenbildes eines Mannes, die ich so noch nie gehört habe: Palästinensische Männer müssen lernen, dass sie die klassische Rolle, Beschützer und Versorger der Familie zu sein, nicht erfüllen können. Sie müssen lernen, wie sie Mann sein können inmitten permanenter Demütigung. „Palestinian men have to learn, how to be man with permanent humilation.“ Die neue Männlichkeit besteht darin, zu lernen, der Erniedrigung zu widerstehen.

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Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil I

Es war lange her, dass ich das letzte und einzige Mal in Israel-Palästina gewesen war. Ich war vielleicht 27 Jahre jung und war dort zusammen mit unserer Vikariats-Ausbildungsgruppe. Irgendwann wollte ich dort wieder hin und eines Tages las ich die Ausschreibung einer Israel-Palästina-Studienreise, konzipiert und verantwortet von der landeskirchlichen Frauen- und Familienarbeit, der ich mich verbunden fühle und deren Kompetenz ich schätze. Das Konzept sprach mich an, die Leitung verhieß einen Focus, der mich interessierte: Feministische– und Befreiungstheologie, Andachten und spirituelle Impulse, palästinensische und israelische Erfahrungen, die Situation von Frauen damals und heute und das immer aktuelle Thema der Geschlechtergerechtigkeit. Ich meldete mich an und erlebte vom 10. bis zum 20. April 2013 eine intensive und beeindruckende Zeit, mit Erfahrungen und Begegnungen, die mich dankbar machen und die lange weiterwirken werden.  Gastbeitrag von Monika: Israel-Palästina – Teil I weiterlesen