Kleine Unterschiede

Zunächst eher Statistisches: wir waren/sind insgesamt 42 Personen, dabei 5 Männer. Ich kenne das ja im Prinzip schon von meiner beruflichen Tätigkeit: Ich habe nichts gegen Männer, auch und ganz sicher nicht in einer Gruppe von mehreren. Ich habe “nur” halt etwas “Besonderes” FÜR Frauen – ganz besonders in Gruppen.

Für diese feministisch-theologische Bildungsreise nach (nicht nur, aber auch) Israel war mir schon vorher bekannt, dass auch einige (wenige) Männer dabei sein würden. Unbekannt war mir (wie allen Anderen auch), ob und wie sich das auswirken würde. Es hat sich ausgewirkt, auch wenn (oder gerade weil?) die Männer fast durchweg ihre jeweilige Frau begleiteten. Was jedoch selbstverständlich nicht hieß, dass die anderen Frauen keinen Kontakt mit ihnen gehabt hätten. Dass wir keine Busfahrerin, sondern einen Busfahrer bekämen, war ohnehin absehbar – so ist das offenbar in diesem Landstrich. 

Aus Berlin und Umgebung kam ebenso etwa ein Drittel wie aus der Schweiz, die Anderen kamen aus “Rest-Deutschland”. Was u.a. beinhaltete, dass etwa 1/3 sich über ihre Eindrücke vorwiegend auf Schwyzerdütsch, seltener auf Französisch oder gar auf Italienisch austauschten. Ja – natürlich wurde auch immer wieder auf Schweizer Hochdeutsch gewechselt. Es war ja durchaus allen Teilnehmenden bekannt, dass nur ein Teil der Teilnehmer_innen Schwyzerdütsch versteht.

Ich fand/finde es dennoch für die Gruppen-Zusammensetzung bemerkenswert, dass wir ebenso unterschiedliche Sprachen benutzen wie das in Israel selbst auch der Fall ist. Ich erwähnte ja hier schon einmal, dass mir sowohl in Israel als auch in den palästinensischen Gebieten Schilder mit unterschiedlichen Schriftzeichen begegneten. Im Laufe der Zeit begegnete uns auch noch Ivrit. Klar, dass es allein durch die unterschiedlichen Sprachen schon auch Schwierigkeiten gab/gibt/geben kann, sich zu verstehen, oder? 😉

Wenn eine Gruppe (vorwiegend) aus weiblichen Personen besteht, macht(e) sich das übrigens u.A. immer wieder an dem auch in anderen Ländern und Veranstaltungen bekannten Phänomen deutlich, dass es Schlangen vor den Sanitäranlagen gab. Manches Mal wurden dann auch die Sanitäranlagen der Männer okkupiert, um die baldige Weiterfahrt zu beschleunigen… Das führte hin und wieder durchaus zu Irritationen bei Männern, die kein Teil unserer Gruppe waren und die dennoch daran interessiert waren, ihre “Füße zu bedecken“* 😉 …

 

* Auch die Bedeutung dieser Formulierung lernten wir auf dieser Bildungsreise! 🙂 Wer dem entsprechenden Link folgt, kann sie sich ebenfalls erklären lassen.