Ausflug unter den Meeresspiegel

Das geht auch ohne Anzug für Taucher_innen: unter den Meeresspiegel kommen – sogar mit dem Bus. Es gibt unter dem Meeresspiegel sogar mehr Busse als Autos (oder gar Schiffe) 🙂 in den israelisch-palästinensischen Bereichen.

In diesem Reisebericht wird es zunächst um Jericho gehen, später geht es dann nach einigen “Zwischenstationen” zum Toten Meer. Allerdings zugegebenermaßen nicht später am Tag, sondern später auf der Reise und auf diesem Blog.

Zunächst aber erst mal nach Jericho: sowohl nach “eigenen” Auskünften als auch laut Wikipedia ist sie die tiefstgelegene Stadt der Welt. Das hier klingt zwar eher übertrieben:

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Da das Tote Meer schon noch tiefer gelegen ist (obwohl das vielleicht vor 10.000 Jahren wirklich noch anders war), wäre ich aber dennoch bereit, ihnen Glauben zu schenken, was das Alter des Ortes betrifft:

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Außerdem war es ein schöner Brunnen samt Palmen mitten in der Wüste – schon auch nett. Nun aber zu den wichtigeren 😉 Darstellungen: ein Stück der ursprünglichen Mauer(n) von Jericho:

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Hier beeindruckte mich ebenfalls mehr das Grün, was sich beharrlich in dieser kargen Landschaft zu halten bzw. sie zurückzuerobern scheint. Dann natürlich noch – auch interessant gelegen: der (angebliche und wohl durchaus denkbar für möglich zu haltende) so genannte “Berg der Versuchung” mit dem griechisch-orthodoxen Kloster Qarantal:

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Dorthin fuhren wir mit der Seilbahn statt mit dem Bus oder gar zu Fuß die Strecke erwandern sollend. Da die Temperaturen ca. 20°C höher waren als dort, wo wir (ursprünglich) her gekommen waren, schien mir das auch sinnvoll. Hier hörten wir den ersten Text aus der “BigS”, der Bibel in gerechter Sprache und auch einige Gedanken dazu – passenderweise die Zeilen zu genau dieser Versuchungsgeschichte. Ich fand es eine spannende Erfahrung, direkt vor Ort diesen (und später dann weiteren) Texten zu begegnen.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Meisten von uns wohl noch voller Optimismus, dass wir unseren zeitlichen und inhaltlichen Plan mehr oder minder einhalten würden, auch wenn schon am ersten Abend die erste Planänderung eintrat, weil wir einen anderen Vortrag hörten als vorgesehen.  Wie sich herausstellen würde, war das wohl eine ähnlich genaue Illusion wie die perfekte “Verortung” der biblischen Geschichten und Angaben aus der Bibel – ganz gleich, welcher Übersetzung. Auch dazu dann später mehr. Für heute soll es das erst mal wieder gewesen sein.

2 Gedanken zu „Ausflug unter den Meeresspiegel

  1. Liebe Veronika, Ihre Aufnahmen sind sehr gelungen.Ich freue mich auf Ihre noch kommenden Schilderungen, wie Sie wohl Haifa oder Jerusalem empfinden. Schön wäre auch eine Begegnung mit aktiver Politik und Menschen wie Du und ich. Ich hoffe, Sie haben auch die Möglichkeit das Viertel,in dem die streng gläubigen jüdischen Familien leben, kennen zu lernen. Die frauen haben in der Öffentlichkeit stets Perrücken auf. das wäre wohl etwas für uns beide bei diesen Temperaturen.
    Liebe Grüße C.

  2. Danke! Wir bekommen/bekamen es immer mal wieder mit aktiver Politik zu tun – darin dann wohl Begegnungen mit “Menschen wie Du und ich”. Zum Viertel mit den streng gläubigen jüdischen Familien haben wir empfohlen bekommen, es an Sabbat – insbesondere als (nicht perückentragende?) Frauen – zu vermeiden. Zu Haifa wird es sicher noch etwas geben – eins nach dem Anderen, damit niemand allzuviel auf einmal lesen muss. Ich dachte ja ursprünglich an ca. 10 Beiträge für 10 Tage, stelle jedoch fest, dass mindestens mir das inhaltlich zu viel wäre. Also gibt es jetzt kleinere “Portionen” – und wann auch immer eine Zusammenfassung der Einzelbeiträge – so jedenfalls der Plan.
    Herzliche Grüße V. 🙂

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