Auf der Mauer, auf der Lauer …

Mauer_01… gingen wir spazieren …

Ursprünglich war geplant, dass wir am Jaffator auf die Stadtmauer hoch steigen, um dann im Uhrzeigersinn auf der Stadtmauer von der Jerusalemer Altstadt einen ersten (nahen) Überblick zu bekommen. Da es sich um einen Freitag handelt(e), ist unser Reiseführer vorgegangen wie so oft in diesem Land: Frage mindestens vier unterschiedliche Menschen. Antworten drei davon übereinstimmend, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass es so kommen wird, wie diese Drei das äußern.

In diesem Fall wurden wir vor Ort davon überrascht, dass die vierte Person recht hatte. Und das, obwohl das Schild auch eindeutig etwas anderes angab – wir waren eindeutig vor 14h vor Ort: Schild_am_Jaffator

Immerhin konnten wir dann trotzdem noch auf die Mauer: einfach den Anweisungen vor Ort folgen und in Kauf nehmen, dass wir dann halt gegen den Uhrzeigersinn am armenischen Viertel und am jüdischen Viertel entlang spazierten statt wie geplant das christliche und das muslimische Viertel von oben zu sehen. Wobei – so ganz wahr war das auch wieder nicht: die Altstadt von Jerusalem ist nun auch wieder nicht sooo groß, dass wir nicht zumindest Blicke auf die anderen Viertel werfen konnten. Ich schätze ehrlicherweise den jüdischen Friedhof am Ölberg größer als eines der genannten Viertel. Da wir diesen jedoch nur von Weitem zu sehen bekamen, kann ich das nur schätzen. Weiß jemand der hier Mitlesenden das vielleicht genauer? Weiter unten jedenfalls ein erstes Bild von der großen Fläche des dortigen jüdischen Friedhofs. Beim Recherchieren für diesen Artikel lernte ich, dass Aschkenasim (deutschstämmige und osteuropäische Jüdinnen und Juden) ihre Toten anders bestatteten als die Sephardim (portugiesische und spanische Jüdinnen und Juden). Friedhof am Ölberg

Dass sie – die Grabsteine – zumindest zum Teil – beidseitig beschriftet sind, ist mir in Berlin schon mal aufgefallen. Berlin hat übrigens in Weißensee den flächengrößten erhaltenen jüdischen Friedhof Europas.