Drahtloses DSL via Arcor/Vodafone

Kürzlich erhielt ich Nachricht, dass eine Kundin sich zusätzlich zu ihrem PC ein Laptop zugelegt hätte. Die bisher verwendete Starterbox samt SpeedModem 200 würde es nun nur ermöglichen, entweder mit dem PC oder dem Laptop zu surfen. Da die Kundin unzufrieden mit Arcor war, blieb ihr nichts übrig, als sich entweder eine teure, weil unsubventionierte Hardware namens WLAN-Modem 200 oder sich auf einen neuerlichen 24-Monate-Vertrag einzulassen. Oder bei Ebay eine solche Hardware zu ersteigern. Sie entschied sich für letzteres.

Als die Hardware ankam, stellte sich heraus, dass die laut Anleitung erforderliche “Quickstarter-CD” (PDF, knapp 1MB) fehlte. Eine Recherche im Netz ergab, dass sich diese hier finden und herunterladen (zip-Datei, 128MB) lässt.

Für die Erstinstallation sollte – wie üblicherweise empfohlen – ein Kabel genutzt werden, was hier kein Problem bzw. sogar ein wahrer Segen war. Die Installation erfolgte dann insoweit erfolgreich, bis versucht wurde, das Laptop ebenfalls anzubinden. Mit Kabel – wiederum kein Problem. Ohne Kabel wünschte die vom USB-Stick gestartete Software leider konsequent das Einlegen der agg. erforderlichen CD, ein Start via Webbrowser blieb erfolglos.

Erst genaueres Recherchieren ergab, dass bei der Erstinstallation auf dem PC auch ein zusätzliches Icon auf der Desktop-Oberfläche angelegt wurde. Mit diesem Icon würde eine Installationsdatei auf dem USB-Stick angelegt, durch welche wiederum der WLAN-Anschluss auf dem Laptop entsprechend aktiviert werden sollte. “Werden sollte”? Ja – es kam wiederholt eine Fehlermeldung bei der Installation unter Windows7. Da ich ja Anfang der Woche schon mal die eine oder andere Erfahrung mit Windows7 machte, suchte ich erneut Unterstützung – dieses Mal bei der Arcor-Eigenen Hotline, in diesem Falle bei der kostenfreien Nummer 0800 10 73 010. Und dort stellte sich dann heraus, dass es sich offenbar um einen Hardwarefehler handelt – die WLAN-Lampe hätte im Verlauf der diversen Neustarts von Box und PC/Laptop IRGENDWANN mal leuchten MÜSSEN. Was sie nicht tat.

Nun hat die Kundin immerhin die Möglichkeit, kabelgebunden mit bis zu 4 PCs/Laptops paralell zu surfen. Wie es aussieht, muss sie allerdings jeweils das Modem nach Benutzung ausschalten, weil ansonsten mindestens das Laptop den Gang ins WWW verweigert. Wenn sie hingegen erst das Laptop einschaltet, dann direkt danach das Modem, erfolgt innerhalb weniger Minuten ein normaler selbstständiger Zugang ins Netz. Auch der danach erfolgende zeitgleiche Zugang des PCs erfolgt dann problemlos. Ob sich das noch irgendwie sinnvoll vereinfachen lässt, blieb unklar – bei angeschaltet gelassenem Modem erfolgte regelmäßig KEIN Zugang. Da die Kundin sich auch weiterhin um eine drahtlose Lösung bemüht, wird sich das Problem damit dann hoffentlich von allein erledigen. Ansonsten wird es hier auf dem Blog eine Fortsetzung der Dokumentation zu diesem Thema geben.

Ach übrigens – schon gewusst? Arcor heißt seit Oktober 2009 Vodafone. Das war mir bisher auch entgangen, obwohl es schon seit Ende 2008 entsprechende Andeutungen gab. Wenn jedoch die Kundin ohnehin bald keine Kundin mehr bei “früher Arcor, jetzt Vodafone” ist, ist das vielleicht auch nicht sooo wichtig? Könnte sein. Notierenswert fand ich es dennoch.