Endlich: Meer von Nahem – zusammen mit ziemlich vielen Steinen

Auch wenn ich fand, dass wir zu kurz in Jerusalem waren – ich mag das Meer schon auch sehr. So war es für mich ganz passend, dass wir von Jerusalem aus nach Cäsarea Maritima fuhren. Die Fahrt dorthin führte erneut durch wesentlich mehr “Grün” als ich “insgesamt” erwartet hätte auf dieser Reise. So sah es in Cäsarea Maritima aus:

Wir hörten in der dortigen Gegend natürlich viel zu Herodes, dem Großen. Mir ist dazu vor allem die Brutalität in Erinnerung geblieben, mit der Herodes gegen seine eigene Familie vorging. Ich habe mich dann – wieder mal – fest gelesen in den Verzweigungen von Wikipedia, wo es im oben verlinkten Artikel u.a. heißt:

Herodes wurde aufgrund der Erzählung vom Bethlehemitischen Kindermord im Christentum traditionell als eine Inkarnation des Bösen dargestellt. Lässt man diese spezifisch christliche Sicht außer Betracht, so war er einer der bedeutendsten jüdischen Herrscher, sowohl was das Gelingen als auch das Versagen anbelangt.

Ich war für einen Moment tatsächlich sprachlos. Wer auch immer diesen Absatzanfang über das Wirken dieses Mannes dort so hinein formuliert hat, hat offenbar “überlesen”, dass und wie “unchristlich” Herodes immer wieder gegen Teile seiner Familie vorging. Ich habe diese Sprachlosigkeit dann zunächst auf der Diskussionsseite zu dem entsprechenden Artikel hinterlassen. Und mich anschließend eine Weile damit beschäftigt, was Wikipedia sonst noch zu bieten hat bezogen auf diesen Herodes, seine Frauen und Kinder. Es wurden – immerhin – auch einige Töchter erwähnt. Das war aber zumindest in meiner Erinnerung das Einzige, was vom geplanten Teil-Tagesthema “Frauenleben zur Zeit Jesu und Elijas” bei mir hängen blieb. Wobei – ganz stimmt das auch nicht: ich fand eine Sarginschrift interessant:

Inschrift_1

Ich übersetzte hier zunächst den letzten Satz “frei Schnauze” wie folgt: Die Inschrift besagt, dass hier kein Mann gestorben ist. Korrekt lautet die Inschrift allerdings: Die Inschrift besagt (auch), dass kein Mensch unsterblich ist. Womit mir wieder einmal deutlich wurde, wie leicht Sprache missverständlich übersetzt oder/und verstanden werden kann. Vielleicht gab es ja im Laufe des Tages doch auch noch mehr zum Frauenleben zur Zeit Jesu und Elijas und ich habe es nur vergessen? Für Ergänzungen durch die Mitreisenden bin ich bzw. ist dieses Blog gern auch da!