Ein Denkmal und ein Name: Yad Vashem – Biblische Blicke

YadVashem_1Diese “Brücke” führt nirgendwo hin und ist daher vielleicht auch eher ein Tor? In jedem Fall ist sie/es wohl eines der Monumente, die Yad Vashem kennzeichnen. Auf diesem findet sich ein Zitat aus Ezechiel/Hesekiel 37,14:

I will put my breath into you and you shall live again, and I will set you upon your own soil …

Keine Ahnung, welche Übersetzung da die Zutreffendste ist – wenn ich entsprechende Übersetzungsprogramme aus dem Internet bemühe, bekomme ich jeweils eindeutig andere Schriftzeichen übersetzt. Daher habe ich hier schlicht abgeschrieben, was an lateinischen Buchstaben erkennbar war.

Im Buch Israel, um Himmels willen, Israel von Ralph Giordano las ich auf Seite 269, dass Yad Vashem wörtlich übersetzt hieße: “Ein Denkmal und ein Name” – nach Jesaja 56, 5. Als ich dann – wieder mal – bei Wikipedia nachschaute, fand ich dort einen Link zum Bibleserver (nein – kein Tippfehler des Wortes “Bibel”!).

Interessiert nahm ich zur Kenntnis, dass es auf dem Bibleserver auch möglich ist, zwei oder drei Übersetzungen nebeneinander anzuzeigen. Und dass es auch funktioniert, sich für die Bücher des 1. Teils der Bibel (so genanntes “Altes Testament”) den Hebräischen Originaltext anzeigen zu lassen – für sich oder neben einer Übersetzung. Wann wird der ERF – der in Kooperation mit Anderen diesen Service anbietet – wohl auch die Bibel in gerechter Sprache mit aufnehmen in diesen Service?

Für die, die den Wortlaut dieses Verses in dieser Übersetzung wissen möchten, sei er hier wiedergegeben:

denen werde ich in meinem Haus und in meinen Mauern die Hand reichen und einen Namen geben. Sie werden besser als Söhne und Töchter gestellt sein. Einen dauerhaften Namen werde ich ihnen geben.

Womit ich, womit wir wieder einmal dem Umstand begegne(n), dass unterschiedliche Übersetzungen unterschiedliche Wörter verwenden, um das selbe Ursprungswort wiederzugeben. Denn R. Giordano hat ja ganz offensichtlich eine andere Übersetzung zitiert, wenn er von “Denkmal und Name” schreibt. Ob das nur daran liegt, dass zum Zeitpunkt des Schreibens seines Romans die Bibel in gerechter Sprache noch nicht erschienen war?

Interessant in diesem Zusammenhang fand ich auch, als ich den davor stehenden Vers verglich, weil ich herausfinden wollte, wofür “denen” steht: In besagter Bibel in gerechter Sprache steht da:

Die Menschen, die durch Gewalt unfruchtbar gemacht wurden…

Luther und die Einheitsübersetzung verwenden statt dessen den Begriff “Verschnittene”, wohingegen “Hoffnung für alle” an dieser Stelle den Begriff “Entmannte” einsetzt.